Jahresbericht

 

Jahresbericht des Präsidenten 2009 / 2010

An der letzten Generalversammlung vom 15. Mai 2009 beschlossen wir, im kommenden Vereinsjahr keine Produktion durchzuführen. Unser langjähriger Aufführungsort, der Festsaal im Wagerenhof, wurde abgerissen und neu erstellt. Das war der Grund unserer Abstinenz. Diverse andere Aufführungsorte und verschiedene Freilicht-Spielmöglichkeiten überprüften wir und beurteilten diese als ungeeignet oder als finanzielles Risiko.

Mit diversen Aktivitäten versuchten wir dieses spielfreie Jahr zu überbrücken, um die Dynamik untereinander zu pflegen.

Carlo Stadlin nutzte diese spielfreie Zeit, um bei den "Spielleuten von Seldwyla" in Bülach aktiv auf der Bühne mitzuwirken. Einige FBUler machten sich auf, um unseren lieben Kollegen mit viel Applaus zu unterstützen, bei dem historischen Spiel: .Dä Franzos am Ybrig."

Auch unser Jungstar Pascal Weber blieb nicht untätig und ging fremd. Er bot sein schauspielerisches Können in Wetzikon in einer Hauptrolle an.

Unsere langjährige Kostümbildnerin bat mich um Mithilfe bei einer Produktion der Schule Fluntern in Zürich. Ich bin ein schlechter Nein-Sager und sagte zu. Bereut habe ich diesen Entscheid nie, denn es war wirklich eine tolle Erfahrung mit frischfröhlichen, jungen, begeisterten Schülern zusammen singend und spielend die Fluntermer Vergangenheit und lustige Tiergeschichten des Zoos aufleben zu lassen . Auch hier liessen sich einige FBU'ler dieses Schauspiel nicht entgehen.

Während der heissen Sommermonate, liessen wir uns auf der Kyburgiade mit feinster Musik verwöhnen oder wir trafen uns im Openairkino im Buechholz.

Zu einem ganz besonderen Event lud uns Carlo Stadlin ein. Dieser Anlass hat nur im weitesten Sinne etwas mit Kultur zu tun; Es ist der Bahnbau, der uns immer näher und schneller an einen Ort führt. Mit einem versierten Bauleiter, konnten wir die Neubaustrecke der Flughafenbahn von Dübendorf nach Kloten besichtigen. Nach einer ersten Planstudie in der Baubaracke, konnten wir diese eindrücklichen Kunstbauten zu Fuss begehen. Die Linienführung dieser Bahn erforderte eine grosse Herausforderung der Planer. Sie führt über Autobahnstrassen oben und unten durch und über die Hauptachse der SBB Linie Zürich -Bern.

Wer kennt Virginia Wolf? Franca Basoli unsere Regisseurin, Schauspielerin und Sängerin lud uns zu diesem Klassiker ein. Sie spielte diese Rolle "wie sie leibt und lebt". Vom verliebten, schnurrligen lieben Büseli bis hin zum Wutausbruch
-zornentbrannt, wütend, schreiend -, den Sie. mit einem knallharten Wurf eines Tischchens auf den Boden schmetternd unterstrich und dabei spielte Sie ihre ganze, hervorragende Schauspielkunst so richtig aus. All' ihre grossartigen Fähigkeiten, konnte sie bei diesem Familiendrama ausleben.

Nur mit Liebe ging es zu und her und -sanft, als Franca Basoli ihren Kaspar in Sardinien heiratete. Jan von Rennenkampff, zwei seiner Kinder, viele Bekannte und Verwandte und ich und meine Marianne reisten mit zu diesem schönen Hochzeitsfeste. Nach dem formellen Teil im Municipio, genossen wir eine rasante Bootsfahrt auf dem Meer, die teilweise meternahe an den senkrecht aufragenden Felsen vorbeiführte. Ein typisches sardisches Festmahl auf dem
Lande, mit einem Gottesdienst unter freier Natur, endete spät abends.

Beinahe zur Tradition gehört das jährliche Tagliatelle-Essen bei Betty Jeannerets Clublokal in Egg. Rocco Manfredi und seine hilfreiche, liebe Gemahlin Charlotte, boten uns wieder nur die ausgezeichnetsten Tagliatelle an. Stephen und Elisabeth Howe, sangen in schweissgebadeten Hemden und brachten uns zum Lachen, bis uns die Bäuche schmerzten: Hoch ging es zu und her im Bettyclub und als Hansruedi Bosshard noch seine Bassgeige hervorholte und so vergnügt an derer Seiten zu unseren
Meistergesängen zupfte, lief die Stimmung vollends zum Höhepunkt auf.

Unter dem Motto "Speis und Tanz" verbrachten wir gemeinsam einen Abend im Saal des Alterszentrum Dietenrain, Uster. Dabei wurde Unterhaltung geboten:
Von Martina Witte mit Sketchs
Von unserem Dl Pascal Weber, der zügige Tanzmusik auflegte
und von Karl Bürki mit seinen markigen, eigens gedichteten Versen.

Wieder ein Treff war angeboten.
Diesmal ging's ins "Sprützehüsli z'Niederuschter",
Der kalte Februar war der geeignete Monat, sich wieder einmal ein richtig gutes feines Fondue einzuverleiben. Es wurde herzhaft zugelangt und im ersten Augenblick schien es so, dass der bestellte Käse gar nicht ausreichen würde.

Nebst all' diesen kulinarischen und kulturellen Anlässen, vergassen wir aber nicht die Planung unserer Produktion für den Herbst 2010. Wir konnten als Regisseur Jan von Rennenkampffverpflichten, mit der Inszenierung des Lustspiels "Der nackte Wahnsinn". Ein Stücklein Wahrheit beinhaltet dieses Theater; Es widerspiegelt unseren Verein selbst. Wir spielen uns selber; Ein Theater im Theater. Ihr versteht?

Wir wollten schon lange einen Theater-Weiterbildungskurs durchführen lassen. Unser Regisseur Jan von Rennenkampff anerbot sich, mit den Spielern der FBU, einen Spielerkurs durchzuführen. Eine stattliche Zahl von 16 Teilnehmern besuchte den gut geführten Kurs im goldigen Saal des Wagerenhof. Zum Ausklang dieses Samstagskurses trafen wir uns anschliessend zu was? Zum Essen im Restaurant Zeughauskeller in Zürich und anschliessend gingen wir ins "Splendid" zum Tanzen und Musik geniessen.

Es scheint ein fester Bestandteil der FBU in der vergangenen Spielzeit gewesen zu sein, immer etwas zu Essen.

Ein herzlicher Dank zum Schluss geht an Euch alle, die in irgend einer Art der FBU im vergangenen Vereinsjahr gedient haben.

Euer Präsident
Werner Stalder

 

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